„Ein Scareman erwacht“: Rezension online

DIE SCAREMEN-SAGA 1Die Menschheit in ferner Zukunft. Ständig neuen Bedrohungen durch aggressive außerirdische Zivilisationen ausgesetzt, entwirft das Imperium der Menschen das Scareman-Projekt: Ansonsten dem Tode geweihte Spezialisten wird die Möglichkeit gegeben, ihr Leben auf Jahrhunderte zu verlängern. Der Preis: sie werden auf Wachstationen im Orbit von Welten geschickt, auf denen Zivilisationen leben, deren Entwicklung eines Tages eine Gefahr für das Imperium darstellen könnte. Mithilfe von in Physiologie angepasster Androidenkörper und auf Basis einer umfassenden Beobachtung der Alien-Gesellschaft soll der Fortschritt dieser Welten torpediert, aufgehalten und zurückgedreht werden, wo es nur geht – und das so geheim wie möglich.

„Die Scareman-Saga“ erzählt die Geschichte des tödlich erkrankten Infanterie-Sergeanten Jonathan Savcovic, der seinen Körper im Orbit um den Planeten Akkar im ewigen Tiefschlaf bettet, um immer dann aufzuwachen, wenn sich ein Eingreifen als erforderlich erweist. Doch Savcovic erwartet nicht, dass seine jahrhundertelange Wacht Herausforderungen bereithält, mit denen niemand hat rechnen können – und die irgendwann seinen Auftrag ganz grundsätzlich in Frage stellen könnten…

 

Die neue SF-Serie „Die Scareman-Saga“ erscheint als Paperback und eBook, die Romane werden größtenteils von Dirk van den Boom verfasst, aber auch Sylke Brandt wird an der Serie beteiligt sein. Die Titelbilder stammen von Emmanuel Henné. Die Serie kann in der gedruckten Form abonniert werden, Einzelbestellungen der Bände 1 bis 3 sind auch bereits möglich. Und zwar an dieser Stelle. Die Serie erscheint nicht in der Allgemeinen Reihe, diese Abonnenten erhalten die Serie also nicht automatisch.  Das Paperback ist lieferbar, ebenso das eBook bei beam-eBook und Amazon.

 

Bei Fantasyguide.de ist eine erste Rezension von Christel Scheja online gegangen. Sie meint: „(…) Die ersten Bände neuer Serien dienen meistens dazu, das Setting und die handelnden Personen vorzustellen. Deshalb lernt man in „Ein Scareman erwacht“ auch erst einmal tatsächlich den Helden in seinem alten Leben kennen und erfährt, in was für einer Welt er lebt. Beweggründe für das „Scareman“-Programm werden zwar nur angedeutet, um so mehr erfährt man allerdings über das kaltschnäuzige Kalkül, dass die Verantwortlichen an den Tag legen.

Erst in der zweiten Hälfte des Romans schlüpft der Held daher in die ihm zugedachte Rolle und in einen Androidenkörper, durch den er sich ungehindert durch die jungen Zivilisation bewegen kann, nur um eines festzustellen … er ist noch zu sehr Mensch und keine Maschine. Und obwohl er gelernt hat, zu töten, so widerstrebt es ihm doch, es Unschuldigen anzutun, vor allem, wenn er sie besser kennenlernt.

Die Ideen sind vielleicht nicht neu, ebenso wie erfahrene Leser Handlungselemente schnell erkennen werden, aber wie so oft macht es auch die Zusammenstellung und das Können des Autors. Dirk van den Boom schafft es jedenfalls in diesem Band das Setting glaubwürdig ins Leben zu rufen und dazu einen sympathischen Helden zu schaffen, dessen Abenteuern man gerne folgen mag. Klischees hin oder her, die Geschichte funktioniert problemlos und lässt keine Wünsche offen. Ein Vorteil dabei mag auch sein, dass die erste Episode in sich geschlossen ist – was nicht verhindern dürfte, dass später noch einmal Bezug darauf genommen wird.

Alles in allem weckt „Ein Scareman erwacht“ durchaus Interesse an der „Scareman-Saga“ wenn man ohnehin Lust auf Military-SF fernab von kraftstrotzenden Marines hat. Das Setting und die Handlung des Auftaktbandes machen jedenfalls Lust auf mehr – vor allem wie sich der Held mit Gewissen noch weiter entwickeln wird.

 

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