„Das Blut der Helden“: Drei Rezensionen online

Das Blut der HeldenDurch die Entwicklung des „Leichengases“ im Jahr 1918 erhoben sich die toten Soldaten auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges, lieferten den Truppen des Deutschen Kaiserreichs unbegrenzten Nachschub und verlängerten den Krieg auf unbestimmte Zeit.

Mitten in diesem Wahnsinn wird das amerikanische Fliegerass Major Freeman vom untoten Baron Manfred von Richthofen über feindlichem Gebiet abgeschossen. Was für Captain „Madman“ Burke bedeutet, dass er mit einer kleinen Einheit aus Spezialisten auf ein Himmelfahrtskommando zur Rettung des vermissten Piloten geschickt wird.

In einer Welt, in der gigantische Luftschiffe den Himmel verdunkeln, in der Menschen mit mechanischen Federwerkarmen kämpfen und mit Gewehren elektrische Ladungen verschießen, in der sich die Gefallenen wieder erheben und nach dem Fleisch der Lebenden gieren, hat das Grauen ein Gesicht bekommen und der Kampf fürs Vaterland ist zum Überlebenskampf der Menschheit geworden.

D. Vallenton urteilt über „Das Blut der Helden“ von Joseph Nassise: „(…) Normalerweise bin ich ja vorsichtig mit so einem Wort wie Pageturner, aber hier kann ich es guten Gewissens gebrauchen. „Das Blut der Helden“ liest sich, bedingt durch den angenehmen Schreibstil Nassises und den häufig wechselnden Erzählebenen, ausgesprochen kurzweilig und spannend. Es ist mehr als nur ein schnödes Buch über Zombies, es ist (auch) die Geschichte einer militärischen Rettungsmission und eines Kommandounternehmens. Beides so gekonnt miteinander verwoben, dass man oftmals nicht weiß, ob man nun einen Horroroman oder ein Buch über den Krieg liest (obwohl der Krieg nun wirklich, auch ohne Zombies, schon der blanke Horror ist). Angriffe von Zombies finden sich ebenso in dem Buch wieder wie packende Schilderungen von Luftschlachten, Angriffe auf Züge oder Zeppeline oder das entbehrungsreiche Leben an der Frontlinie und dem Nahkampf während eines Angriffs. (…)“ Die komplette Besprechung auf Fantasybuch.de ist hier zu finden.

Harry vom Blog „Scarecrows Area“ urteilt: „(…) Diesmal sind es keine Nazi-Zombies sondern Kaiser-Zombies, die der Welt zu schaffen machen und in einem Kriegsszenario für ungewöhnliche Verhältnisse sorgen. Und der Autor macht keinen Hehl aus der typischen antideutschen Haltung, die das Buch derart durchdringt, wie es sonst nur die Romane um die Helden im Kampf gegen Terrorismus tun. Heroes USA vs. Killer-Zombies Germany. Am besten dargestellt wird das in der Charakterisierung des Kaisers (planloser Waschlappen ohne Rückgrat) und Baron von Richthofen, der nicht nur der „Rote Baron“, sondern auch der „Tote Baron“ ist. Diesen skizziert man als einen intriganten, machtgeilen Wüterich, der gerade mal noch Offizier, aber sicher kein Gentleman mehr ist. Also das gewohnte Bild – die Gegner sind fiese und unmenschliche Drecksäcke, während ehrbare und tapfere Kämpfer für das Gute in der Welt samt und sonders aus den USA kommen. Hat man das schon fast gewohnheitsmäßig verdaut, bekommt man als Leser ein Geschehen präsentiert, das mitunter leichte Züge des Steam Punk aufweist, sieht man sich die ganzen neuen Entwicklungen an, die den Krieg verändern sollen. Nicht nur das Leichengas und die Luftschiffe prägen den Krieg, da gibt es die Herkules-Jacke, den Colt-Firestarter (nettes Spielzeug), den Tunnelgräber, die Körperersatzteile und aufgerüstete Waffen die Kämpfe. Perverse Experimente der Deutschen werden ebenso beschrieben (erinnert irgendwie an das, was man im 2. Weltkrieg und Hitler so vermutet hat) wie der verzweifelte Kampf der Alliierten gegen diese Errungenschaften des Feindes. Die Geschichte steigt sofort in die Handlung ein, serviert gleich satte Action und lässt auch kaum Pausen zu. (…)“ Die komplette Besprechung ist hier zu finden.

Und Carsten Kuhr meint: „(…) Schon äußerlich erkennt der Interessierte in einem prägnanten Cover, was ihn erwartet. Und der Inhalt hält, was das Motiv verspricht. Zombies auf den Schlachtfeldern um Verdun, Luftschlachten und Kriegskolosse, dazu verrückte Wissenschaftler, die Gott spielen und ihre perversen Forschungen vorantreiben. Dass der Autor dabei insbesondere bei der Darstellung der verhassten Deutschen sehr schablonenhaft vorgeht sei erwähnt. Hier also die perversen Deutschen, dort die amerikanischen Helden, die aufrechten Streiter für das Gute. Das ist in seiner überspitzen Darstellung manches Mal schwierig zu ertragen, einfach weil der Autor hier nicht im Geringsten differenziert. Sieht man von der doch recht eindimensionalen Zeichnung der Figuren ab, erwarten den Leser doch einige interessante Ideen. Sobald man das Kraut-Bashing ausblendet, kann man den Helden dann ins phantastische Abenteuer folgen. Und da überzeugt Nassise. (…)“ Die komplette Besprechung bei Phantastik-News.de ist hier zu finden.

„Das Blut der Helden“ von Joseph Nassise ist als Paperback und Hardcover lieferbar, ferner als eBook bei Amazon und beam-eBooks. Markus Mäurer hat den Roman ins Deutsche übertragen, das Titelbild des Alternativwelt-Romans stammt von Mark Freier.

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