Titelbild-Vorschau: „Der Gegenschlag“

Von Mark Freier kommt wie zu den Bänden 1 und 2 auch das Titelbild zu „Der Gegenschlag“, Band 3 der Reihe „V-Fall Erde “ von Tom Zola. Der Roman erscheint im Frühjahr.

Die Heerscharen der außerirdischen Macht überrollen die menschlichen Streitkräfte. Stabsunteroffizier Dennis Bernau findet sich im Chaos der schrecklichen Bodenkämpfe wieder, die Truppen der NATO müssen beständig vor dem vorpreschenden Gegner zurückweichen.
Der Krieg scheint verloren, da meldet sich der Kommandeur der GSG9, Uwe Wegele, mit einem kühnen Plan zu Wort: Er will nicht länger zusehen, wie die Aliens die Erde erobern, und so bereitet er zusammen mit der Führung der Bundeswehr den Gegenschlag vor.

Band 1 der Reihe heißt „Blinde Wut“, dieser ist weiterhin als Paperback und Hardcover lieferbar, außerdem gibt es das eBook bei Amazon und auf weiteren Plattformen.

Krisen und Konflikte prägen das Weltgeschehen. Die EU droht zu zerfallen, der Nahe Osten zerfleischt sich, die NATO und das von Russland angeführte »Krimbündnis« belauern einander. Eine weltweit koordinierte Serie von Anschlägen erschüttert in dieser Situation die Staatengemeinschaft. Deutschland, das türkisch-iranische Grenzgebiet, Niger und die Mongolei werden zeitgleich angegriffen.
Reflexartig wechseln die Entscheider dieser Erde in den Angriffsmodus, kündigen Maßnahmen an, fordern Vergeltung. Sündenböcke sind schnell gefunden. Die wichtigsten Militärbündnisse bringen sich in Stellung. Die Menschheit wankt dem Abgrund entgegen, blinde Wut bestimmt ihr Handeln.
Dennis Bernau, Stabsunteroffizier der Bundeswehr, wird mit einem gigantischen Truppenaufgebot der NATO in den Nahen Osten verlegt. Ihm dämmert bald, dass sein Land, dass der gesamte Westen vorschnell gehandelt hat. Es scheint, als habe eine unbekannte Macht ihre Finger im Spiel – eine Macht, die nicht von dieser Welt ist.

v-fall_erde-2Band 2 heißt „Der Angriff“. Der Roman ist in gedruckter Form als Hardcover und Paperback weiterhin erhältlich, ebenso das eBook bei Amazon und auch auf weiteren Plattformen.

Blindwütig bringen sich die irdischen Militärbündnisse gegeneinander in Stellung, der Gefahr nicht bewusst, die der Menschheit insgesamt droht. Als die unbekannte Macht erstmals offen in Erscheinung tritt und sie ihr Zerstörungswerk beginnt, stehen die Menschen an der Schwelle zum Krieg untereinander.
Stabsunteroffizier Bernau gerät im Nahen Osten in den Sog der Ereignisse. Die NATO und die Türkei überwerfen sich, Russland bereitet einen Atomschlag gegen den Westen vor. Die Fremden platzen in dieses Chaos hinein und greifen an. Im Nebel des Krieges aber sehen die Menschen doch nur die alten Feindbilder und sind blind für die offensichtliche Bedrohung.

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Vorbestellbar: „Phainomenon“

Der Roman „Phainomenon“ von H. D. Klein ist ab sofort vorbestellbar, er geht in der kommenden Woche in Druck und erscheint im Februar. Wir haben heute das Hardcover und das Paperback im Atlantis-Shop eingebaut. Das Paperback wird ab Februar im Buchhandel bestellbar sein. Das eBook ist bei Amazon ebenfalls bereits vorbestellbar, dies erscheint am 31. Januar.
Das Titelbild schuf Timo Kümmel.

Gibt es UFOs? Für die Besatzung des Space Shuttles INTREPID ist die Antwort klar, als man ein solches im Erdorbit sichtet. Etwas, das sich niemand aus der Crew sich je hätte vorstellen können.
Commander James DeHaney erhält den Auftrag, einen Erstkontakt herzustellen. Eine Aufgabe, die die Frauen und Männer des Shuttles auf eine Mission schickt, die sie weit in die Vergangenheit der Erde führt, 10 000 Jahre vor ihrer Zeit. In eine Zeit, in der in Ägypten die Pyramiden erbaut werden. Und in eine Zeit, in der eine furchtbare Klimakatastrophe droht.
Verzweifelt nimmt die Crew der INTREPID den Kampf gegen die drohende Gefahr auf und geht auch der Frage nach, wieso viel früher als von allen Wissenschaftlern gedacht der Pyramidenbau stattfinden konnte. Aber über allem steht die Frage: Wie können sie wieder in ihre eigene Zeit, ins 21. Jahrhundert, zurückkehren?

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Erschienen: „phantastisch!“ Ausgabe 69

Die Ausgabe 69 der „phantastisch!“, die wie immer unter der Chefredaktion von Klaus Bollhöfener entstand, ist erschienen. Sie wurde an die Direktbezieher verschickt; im Bahnhofsbuchhandel wird sie aus logistischen Gründen diesmal etwas später zu finden sein, Anfang Februar. Das Titelbild kommt von Arndt Drechsler.

Der Inhalt auf diesmal insgesamt 84 Seiten sieht wie folgt aus:

 

Interviews:
Christian Endres: William Gibson: „Es mangelt uns an Weitsicht.“
Christian Endres: Viktor Bogdanovic: „Jede Seite soll besser werden als die letzte.“
Christian Humberg: Bernd Perplies: „Ich würde liebend gerne einen Roman zum „Star Wars“-Universum beisteuern.“
Jan Niklas Meier: Prof. Dr. Marcus  Stiglegger: „Okay, dann schreibe ich halt mal ein Buch über Horrorfilme!“

Bücher, Autoren & mehr:
Achim Schnurrer: Cinderella, Beelzebub und ich – Teil 1
Horst Illmer: „Ich bin Providence!“ Ein Kosmos des Grauens – mit (vielen) Fußnoten
Sonja Stöhr: Phantastisches Lesefutter für jedes Alter – Neue Kinder- und Jugendbücher
Achim Schnurrer: Über die kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt
Jan Niklas Meier: Abjekt und Hermaphroditismus, „Alien“ und Psychoanalyse
Jan Niklas Meier: Es geht noch ganz analog: Brett- und Kartenspiele in Lovecrafts Welt
Horst Illmer: Begrabt mein Herz im Hugendubel
Eva Bergschneider: Zwerge greifen nach der Weltherrschaft
Christina Hacker: Ein Eschbach für Deutschland

Phantastische Nachrichten zusammengestellt von Horst Illmer

Rezensionen:
Alisha Bionda (Hrsg.) „Dark Poems. Schwarze Romantik“
Jeff Lemire / Greg Smallwood „Moon Knight“ 1
Zoë Beck „Die Lieferantin“
Neil Gaiman „Beobachtungen aus der letzten Reihe“
Ronald Malfi „Cradle Lake“
Beth Lewis „Wolf Road“
Stefan Melneczuk „Thunder Rising“
Melisa Schwermer (Hrsg.) „Horror Legionen“ 3
Patrick Schön (Hrsg.) „Unfassbar“

Comic & Film:
Olaf Brill: … und immer wieder beginnt ein seltsamer Tag
Christian Endres: Die Kunst der Selbstreflexion
Olaf Brill & Michael Vogt: Ein seltsamer Tag Teil 29
Jörg Petersen: Adolf und der Elefantenmensch

Story:
Madeleine Puljic: Bis die Hoffnung stirbt

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Erschienen: „Schattenlegion“

Band 4 der Military-SF-Reihe „Das gefallene Imperium“ von Stefan Burban ist erschienen, „Schattenlegion“. Das Titelbild kommt erneut von Allan J. Stark. Das Hardcover und das Paperback beim Verlag sind beim Verlag lieferbar, letzteres ist auch über den Buchhandel erhältlich sein. Das eBook ist bei Amazon lieferbar, ebenso auf weiteren Plattformen.

Nach der letztendlich gescheiterten Operation im besetzten Solsystem kehrt trügerischer Friede ein. Zwischen den Drizil auf der einen und dem Bündnis der freien imperialen Welten sowie der Allianz vereinigter Kolonien auf der anderen Seite, herrscht ein brüchiger Waffenstillstand.
Doch beiden Seiten ist klar, dass dieser nur von kurzer Dauer sein wird und sich die Kriegsparteien lediglich auf den letzten Schlagabtausch vorbereiten. Der desillusionierte General Carlo Rix nutzt die erzwungene Ruhepause vor dem nächsten Sturm zur Verfolgung ehrgeiziger Pläne. Diese stoßen jedoch auf unerwartet heftigen Widerstand aus den eigenen Reihen. Als dann auch noch Anschläge auf mehrere Politiker verübt werden, droht das Bündnis zu zerbrechen.
Doch Carlo Rix hat noch einen Trumpf in der Hinterhand. Eine frisch ins Leben gerufene Einheit zur Bekämpfung innerer und äußerer Feinde – die Legion der Schatten …

 

Die letzte Bastion„Die letzte Bastion“ heißt der Auftaktband zu dieser Military-SF-Reihe. Das eBook ist bei Amazon und auf weiteren Plattformen erhältlich, das Hardcover beim Verlag und das Paperback auch beim Verlag und natürlich überall im Handel.

Die Terranisch-Imperiale Liga führt seit Jahren Krieg gegen die Drizil. Als die Drizil schließlich eine erfolgreiche Invasion des Solsystems durchführen und ihnen nach erbittertem Kampf sogar die Erde in die Hände fällt, scheint alle Hoffnung verloren. Vielerorts bricht der organisierte Widerstand zusammen. Lediglich einige wenige, isoliert liegende, menschliche Kolonien entgehen dem Zugriff des Feindes. Eine dieser letzten freien Enklaven der Menschheit ist der abgelegene Planet Perseus – die Heimatbasis der 18. Legion …

 

Band 2 der Reihe trägt den Titel „Die Schlacht um Vector Prime“. Das Hardcover ist beim Verlag und das Paperback beim Verlag und überall im Handel erhältlich. Außerdem lieferbar ist das Buch als eBook bei Amazon und auf weiteren Plattformen.

Nach der verheerenden Drizil-Invasion auf Perseus, sind die 18. Legion und ihre Verbündeten noch dabei, ihre Toten zu zählen und ihre Heimatwelt wieder aufzubauen.  Doch unvermittelt erreicht sie ein Hilferuf von der belagerten Koloniewelt Vector Prime. Die dort stationierten imperialen Truppen leisten den Invasoren immer noch erbitterten Widerstand. Sie verlieren jedoch fast täglich an Boden gegen einen zahlenmäßig überlegenen Feind, der keine Skrupel hat, die Menschen notfalls auszumerzen. Die 18. Legion beantwortet den Ruf und entschließt sich, in den Kampf einzugreifen. Doch als die Entsatztruppen auf Vector Prime eintreffen, erwartet sie dort die Hölle …

 

„Teuflisches Vermächtnis“ heißt Band 3 der Reihe. Das Hardcover ist direkt beim Verlag und das Paperback beim Verlag und überall im Buchhandel lieferbar; das eBook gibt es bei Amazon und auf weiteren Plattformen.

Der Kaiser der Terranisch-Imperialen Liga ist noch am Leben.
Diese Nachricht schlägt ein wie eine Bombe unter der kleinen Gruppe Freiheitskämpfer um den imperialen Legionsgeneral Carlo Rix.
Für Carlo Rix steht außer Frage, was zu tun ist. Der Kaiser muss befreit werden. Eine Mission ins vom Feind besetzte Solsystem scheint der einzige Weg. Zu diesem Zweck sucht Carlo Rix an ungewöhnlichen Orten nach neuen Verbündeten.
Doch kann Carlo Rix all seinen Verbündeten vertrauen? Oder kochen einige von ihnen vielleicht ihr eigenes Süppchen? Und warum ist den Drizil gerade der Mars so ungemein wichtig?
Am Zielort angekommen, findet der Legionsgeneral mehr als er eigentlich erwartet hatte. Denn das Solsystem birgt düstere Geheimnisse, die die Menschen auf eine harte Probe stellen …

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Erschienen: „Bibliographie der deutschsprachigen Science Fiction und Fantasy 2016“

Erschienen ist die von Christian Pree herausgegebene „Bibliographie der deutschsprachigen Science Fiction und Fantasy 2016“. Diese Ausgabe ist 544 Seiten dick und bietet bibliographische Daten zu 3681 Buch- beziehungsweise 1483 Story-Publikationen im Jahr 2016. Das Titelbild stammt von Timo Kümmel. Das Buch versucht, alle Titel aufzulisten die im Jahr 2016 erschienen sind.

Die „Bibliographie der deutschsprachigen Science Fiction und Fantasy 2015“ ist weiterhin vom Atlantis Verlag lieferbar. Die Ausgaben bis 2014 wurden und werden vom Herausgeber Christian Pree selbst angeboten. Die 2015er-Ausgabe hat ca. 480 Seiten Umfang und listet bibliographische Daten zu 2763 Buch- beziehungsweise 1806 Story-Publikationen des Jahres. Das Cover zu dieser Ausgabe kam auch von Timo Kümmel.

In Vorbereitung ist die aktualisierte Ausgabe der Alternativwelt-Ausgabe. Auch kommende Jahresausgaben und eventuelle weitere Sonderbände erscheinen als Hardcover und mit Titelbildern von Timo Kümmel bei Atlantis. Anders als die Hardcover-Ausgaben der Edition Atlantis, die nur beim Verlag erhältlich sind, sind die „Bibliographie der deutschsprachigen Science Fiction und Fantasy“-Ausgaben von Atlantis beim VLB und dem Barsortiment KNV und Libri gelistet.

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Titelbild-Vorschau: „Ceres“

Von Lothar Bauer kommt das Titelbild zum Science-Fiction-Roman „Ceres“, der aus der Feder von Axel Kruse stammt. Wir bereiten das Erscheinen fürs Frühjahr vor. Mehr Infos folgen.

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Carsten Kuhr im Gespräch mit Achim Hiltrop

Die Science-Fiction-Serie „Die Gallagher-Chroniken“ von Achim Hiltrop umfasst neun Bände und ist als Paperback überall im Handel und beim Verlag erhältlich, ebenso als eBook überall im Handel. In Band 8 findet sich ein Interview mit dem Autor, das von Carsten Kuhr geführt wurde. Alles über die Gallagher-Chroniken findet sich auf der Seite zur Serie, hier.

Hallo Achim. Man hat länger nichts mehr von Dir und Deinem Helden Clou Gallagher gehört. Was hast Du gemacht, dass es so still um unseren Raumfahrer und seinen Verfasser geworden ist?

Daran ist wohl mein Hauptberuf Schuld. Ich habe in den letzten Jahren innerhalb des Unternehmens einige Male die Stelle gewechselt und dabei immer mehr Verantwortung übertragen bekommen. Aktuell bin ich für meinen Arbeitgeber für ein paar Jahre in Dubai im Einsatz. Diese Entwicklung ist natürlich einerseits sehr schön, andererseits bin ich von einer 37,5-Stunden-Woche weit entfernt. Das heißt im Umkehrschluss, dass mir für Beschäftigungen wie das Schreiben immer weniger Zeit bleibt.

Bevor wir uns näher mit Dubai und den dortigen Erfahrungen befassen, lass uns zunächst nochmals die Reihe Revue passieren lassen. Ursprünglich wurde Clou Gallagher als Online-Angebot gestartet. Wie kam es dann zum Wechsel ins gedruckte Format?

Wie jeder, der gerne schreibt, schreibe ich ungern für Schublade. Mitte der 90er Jahre gab es einen ganzen Strauß von kleinen Verlagen, die sich im Phantastik-Genre tummelten, und mein Autorenkollege Martin Hoyer gab mir den Wink, dass bei dem Verlag, bei dem er damals unter Vertrag war, noch interessante Manuskripte gesucht wurden.

Danach gab es eine Odyssee vom mg-Verlag über Basilisk, bis Clou dann beim Atlantis Verlag eine endgültige Heimat fand. Wie hast Du diese Zeit, diesen Werdegang Deines Helden erlebt, gibt es hier besondere Erinnerungen, die Dir im Gedächtnis geblieben sind?

Bei allen Verlagen hat mir die Zusammenarbeit mit den diversen Illustratoren immer am meisten Spaß gemacht. Für die ersten beiden Bücher im mg-Verlag hatte Martin Hoyer damals Cover in Form einer Foto-Collage gestaltet. Beide Cover zusammengelegt ergaben ein Bild. Wäre die Reihe dort fortgeführt worden, hätte es am Ende ein Mosaik aus neun Titelbildern gegeben. Bei Basilisk lieferte Adrian Maleska die Titelbilder, später bei Atlantis war es Christian Kesler. Beide Künstler gestalteten ihre Bilder anhand von SzenenBeschreibungen oder Kapiteln, die ich ihnen zuvor zwecks Inspiration geschickt hatte. Von allen sechs Bildern war ich damals schwer beeindruckt – genau so hatte ich mir die besagten Szenen immer vor meinem geistigen Auge vorgestellt. Das soll natürlich nicht heißen, dass mir die Titelbild-Illustrationen von Lothar Bauer und Tony Andreas Rudolph nicht gefallen hätten. Ganz im Gegenteil, ich durfte ja auch bei der Auswahl mitreden. Aber es ist halt immer etwas Besonderes, wenn ein Künstler eine Szene genauso bildlich umsetzt, wie ich sie geschrieben hatte.

War die Geschichte, die ja auch mittels diverser Kurzgeschichten ausgebaut wurde, nicht erzählt, oder warum kündigt der Verlag nun einen neuen Band an?

Die Geschichte war immer schon so konzipiert, dass sie aus drei Trilogien bestehen sollte. Dabei sollten die ersten drei Abenteuer die „Sturm-und-Drang-Phase“ unseres Helden beschreiben, während die zweite Trilogie dann einen reiferen, erfahrenen Clou Gallagher zeigt. Hier werden die Gefahren allmählich größer, und auch politisch steht sehr viel mehr auf dem Spiel als in den frühen Storys. Der abschließende Dreiteiler ist dann mehr die „Next Generation“-Ära, in der Clous Tochter Rebecca ihm mehr und mehr die Hauptrolle streitig macht.

Clou Gallagher ist inhaltlich eine Mischung aus Space Opera und Military SF. Wie bist Du damals auf die Idee gekomen, und was würdest Du in der Retrospektive heute anders machen als damals, vielleicht abweichend anlegen?

Der Begriff der Military SF wurde in Deutschland, wenn ich mich recht erinnere, erst Ende der 90er mit den Honor-Harrington-Romanen von David Weber und den Nick-Seafort-Büchern von David Feintuch einem größeren Publikum bekannt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die erste Gallagher-Trilogie aber schon längst geschrieben, ohne mich mit dem Begriff Military SF gedanklich auseinandergesetzt zu haben. Bewusst eingeflochten habe ich Elemente der Military SF erst in der zweiten Trilogie. Inspirationsquellen für die frühen Gallagher-Abenteuer sind eher Captain Future von Edmond Hamilton, John Carter von Edgar Rice Burroughs und die Han-Solo-Romane von Brian Daley aus den 70ern.
Würde ich heute etwas anders machen, wenn ich noch mal ganz am Anfang stünde? Wahrscheinlich würde ich die Handlungsbögen langfristiger anlegen. Vielleicht hätte ich den einen oder anderen Gegner nicht zu früh abservieren sollen. Die zweite Trilogie wäre wahrscheinlich anders verlaufen, wenn jemand wie Starafar oder Weldrak noch einmal aufgetaucht wären.

Du bist bekennender „Star Wars“-Fan. Haben Dich, Deine Art zu schreiben die beiden Trilogien geprägt, und wenn ja, in welcher Weise?

Sicherlich hat „Star Wars“ in der einen oder anderen Form einen Einfluss auf meine Schreibe. Mal höre ich beim Schreiben Soundtracks, mal spiele ich zur Einstimmung irgendein „Star Wars“-Spiel. Beides Sachen, die mich gedanklich in die richtige Stimmung bringen, an meiner Space Opera weiter zu stricken. Als Kind habe ich auch stunden-, tage- und wochenlang mit meinen „Star Wars“-Figuren gespielt und dabei immer neue Geschichten ersonnen, die mit den Filmen hinterher gar nicht mehr so viel zu tun hatten. Wahrscheinlich zapft mein Unterbewusstsein diese verschütteten Kindheitserinnerungen auch immer noch an, wenn ich schreibe.
Inhaltlich hingegen bemühe ich mich stets, Abstand von „Star Wars“ zu halten. Ja, beides sind Space Operas und Familiensagas vor einer futuristisch anmutenden Kulisse, und in beiden Storys finden Raumschlachten statt, aber das war es auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Bei Clou Gallagher findest du weder Jedi-Ritter noch Sith-Lords und schon gar keine lustig piependen Roboter.

Du beschreibst Deine Antagonisten sehr deutlich. Clous Gegner sind die personifizierten Bösewichte – warum beschreibst Du diese nicht ein wenig ambivalenter?

Ich denke nicht, dass Starafar, Katachara oder Prinz Algernon sich selbst als „böse“ beschreiben würden. Eher als „ehrgeizig“. Was meine Antagonisten gemeinsam haben, ist eine sehr ausgeprägte Zielstrebigkeit und ein ins Krankhafte gesteigertes Selbstbewusstsein. Was sie sich in den Kopf gesetzt haben, das ziehen sie auch durch, ohne Rücksicht auf Verluste. Für Zweifel oder eine nuancierte Betrachtung bleibt da leider wenig Platz.

Nun hast Du ja nicht nur Deine ersten Romane neu überarbeitet, sondern extra für den Relaunch, wie man es neudeutsch so nett ausdrückt, einen ganz neuen Roman verfasst. Wie kam es zu dem Schaffensdrang, was war das für ein Gefühl, dem alten Recken wieder zu begegnen, musstest Du Dich hier neu hineindenken, oder war noch alles präsent?

Die Gallagher-Chroniken waren über viele Jahre hinweg eine offene Baustelle. Die Arbeit an der letzten Trilogie habe ich Anfang des Jahrtausends begonnen, erst 10 Jahre später folgte auf „Gallaghers Tochter“ dann endlich „Gallaghers Tod“. Ich hatte mir vorgenommen, die Leser nicht ähnlich lange auf den Abschlussband warten zu lassen.
Das Wiedersehen mit Clou Gallagher war nach all den Jahren schon ein wenig seltsam. Als ich angefangen habe, die Romane zu schreiben, war ich Anfang zwanzig und Clou Anfang dreißig. Jetzt bin ich Mitte vierzig und Clou immerhin einundsiebzig Jahre alt. Ganz abgesehen, dass sich mein Schreibstil nach all den Jahren verändert hat, ist auch Clou kein junger Hüpfer mehr, dem ich jeden Unfug durchgehen lassen kann. Lediglich Trigger kann ich die gleichen Albernheiten und bissigen Bemerkungen wie früher in den Mund legen.
Aufgrund der langen Pausen musste ich auch immer wieder mal Details in den älteren Manuskripten nachschlagen, um keine Brüche in der Kontinuität zu schaffen. Ich hoffe, ich habe nichts übersehen.

Hat es Dir Spaß gemacht, Clou, Trigger und Co. wieder auf die Tastatur loszulassen?

Auf jeden Fall! Es war ja keine lästige Pflicht, die Serie endlich abzuschließen, sondern eine Herzensangelegenheit. Ich fand, ich war es sowohl den Lesern, die so lange ausgeharrt hatten, als auch den Charakteren der Storys einfach schuldig, die Story zu einem schlüssigen Ende zu bringen. Meine Lieblingsfiguren bekamen auch noch mal jeweils mindestens eine große Szene spendiert.
Ich glaube, so ganz kann ich von Clou und Trigger doch nicht lassen. Wer weiß, vielleicht sehen wir die beiden irgendwann in einer Kurzgeschichte noch einmal wieder.

Inhaltlich hat sich von der Grundausrichtung her wenig geändert. Einmal wieder gilt es eine Bedrohung abzuwenden, sind Clou und seine Tochter im All unterwegs. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit alten Figuren, zu denen sich aber auch jede Menge neue Gestalten gesellen. Inwieweit musstest Du Dich hier bremsen, musstest austarieren, auf wieviel Vorwissen der ersten Romane durch die Leser Du zurückgreifen konntest, inwieweit Du die Charaktere neu vorstellen musstest?

Ich flechte immer wieder mal sporadisch kurze Hinweise auf frühere Ereignisse ein. Ich kann ja – gerade bei einer Serie, die schon so lange läuft – nicht wissen, in welchem zeitlichen Abstand die Leser die Bücher konsumieren, oder ob jemand als Quereinsteiger dazu stößt. Es ist schon ein Spagat: Einerseits will ich die Kunden ja nicht mit Wiederholungen langweilen, andererseits kann ich auch nicht davon ausgehen, dass jeder jederzeit sämtliche Informationen präsent hat.

Ich hörte etwas davon munkeln, dass Du Dich im Bogenschießen übst – eigentlich eher eine Tätigkeit für einen Fantasy-Autor – planst Du einen Genre-Wechel? Was ziehst Du aus dem Training?

Das mit dem Bogenschießen stimmt. Ich bin seit einigen Wochen stolzer Besitzer eines Recurve-Bogens und stehe jeden Freitagmorgen für ein paar Stunden damit vor einer Zielscheibe. Dass ich mich dafür begeistern konnte, hat aber nichts mit einer Schwäche für Fantasy zu tun, sondern hat eher einen therapeutischen Hintergrund. Ich war vor ein paar Monaten auf einem Fitness-Seminar, bei dem auch Probestunden für alle möglichen Sportarten im Angebot waren. Man sagte mir, Bogenschießen sei gut für die Rückenmuskulatur, welche ja bei Leuten mit einem Bürojob immer so eine Dauerbaustelle ist. Jedenfalls habe ich Gefallen an dem Sport gefunden und werde wohl auf absehbare Zeit dabei bleiben.

Du lebst seit einigen Jahren in Dubai – kannst Du uns hier ein wenig berichten, wie es sich als Nichtmoslem und Gastarbeiter im Land der Scheichs so lebt?

Von den Temperaturen abgesehen, die in den Sommermonaten konstant um die 45°C liegen, ist das Leben in Dubai recht angenehm. Es gibt das ganze Jahr über unzählige Angebote zur Zerstreuung, sei es die Vielfalt an Sportarten (einschließlich Skifahren und Schlittschuhlaufen), die große Auswahl an Kinos oder Restaurants aus allen Teilen der Welt. Und damit nicht genug: ständig werden neue Sehenswürdigkeiten und Vergnügungsparks gebaut, damit es ja nicht langweilig wird.
Auch was die Verpflegung angeht, vermisst man nur wenig. Es gibt Alkohol zu kaufen (wenn man Inhaber einer Alkohol-Karte ist), und Schweinefleisch wird in einigen Supermärkten auch angeboten. Dafür muss man aber in einen separaten Raum gehen – ein bisschen wie früher in den Videotheken, da gab es auch so abgetrennte Bereiche für besondere Angebote.
Im Großen und Ganzen basiert die Gesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf friedlicher Koexistenz. Die Emiratis wissen, dass sie auf die ausländischen Arbeitnehmer, welche inzwischen rund 90 Prozent der Bevölkerung ausmachen, angewiesen sind und versuchen, ihnen das Leben so erträglich wie möglich zu machen – das erklärt unter anderem auch, warum es hier trotz Scharia Schnaps, Schwein und „Fifty Shades of Grey“ zu kaufen gibt. Die Ausländer wissen wiederum, dass sie hier tendenziell mehr verdienen können als zu Hause – das ist bei uns Europäern nicht anders als bei den Asiaten, die hier im Dienstleistungssektor oder auf dem Bau arbeiten – so lange sie sich an die Gesetze halten und nicht unangenehm auffallen.

Gibt es in Dubai eine SF-Szene, wird gelesen und wenn ja, welche Autoren haben dort einen Namen?

Eine SF-Szene gibt es im Prinzip schon. Es gibt emiratische Autoren, Comiczeichner und Filmemacher, und es gibt Unmengen von Fans. Der Middle East Film & Comic Con zieht inzwischen jedes Jahr über 30.000 begeisterte Fans an. Von Cosplay über Comic- und Figurensammler bis hin zu Konsolen- und Tabletop-Spielern sind alle Facetten des Fandoms dort vertreten, und das Publikum ist eine bunte Mischung aus Emiratis und Expats aus aller Herren Länder.
Die größte Buchhandlung in Dubai führt selbstverständlich auch Science Fiction im Sortiment, hauptsächlich Bücher von englischen und amerikanischen Autoren, darunter sowohl Klassiker als auch aktuelle Media-Tie-Ins. Außerdem gibt es eine riesige Abteilung mit Comics und Sammelfiguren. Daneben gibt es noch einen der größten Comic-Läden der Welt. Gelesen wird also schon noch.
Es finden sich sogar Übersetzungen deutscher Autoren in den Buchläden. Im phantastischen Genre wären da Frank Schätzing und Andreas Eschbach zu nennen. Zumindest die englischen Übersetzungen.

Vielen Dank, Achim!

Die Titelbilder schuf Timo Kümmel.

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